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Einführung
Der prozentuale Anteil der Investitionskosten für IT-Infrastruktur (Hard- und Software) am Gesamtinvestitionsbedarf eines Unternehmens wächst kontinuierlich. Im Bereich reiner Entwicklungsdienstleister (Ingenieurbüros) stellen diese Kosten den eigentlichen Investitionsbedarf dar.
Dabei sind die einmaligen Anschaffungskosten für Soft- und Hardware, auch wenn sie im ersten Moment hoch erscheinen, nicht immer das eigentliche Problem. Im Verlauf der Abschreibungszeit eines IT-Systems betragen die Kosten für Wartung und Versionspflege ca. das Dreifache des ursprünglichen Anschaffungswertes. Diese auch unter dem Kürzel TCO (total cost of ownership) zusammengefaßten Kosten wachsen überproportional zur Menge der installierten Systeme.
Moderne Dienstleister im ingenieurtechnischem Umfeld stehen oft vor dem Problem, kundenspezifische CAx-Systeme einsetzen zu müssen, um den Anforderungen Ihrer Auftraggeber zu entsprechen. Im Verlaufe der Umsetzung verschiedener Projekte entsteht im Unternehmen ein regelrechter "Softwarezoo". Dessen Erhaltung ist nur noch in finanziell sehr leistungsstarken, auf einer sehr breiten Kundenbasis aufbauenden, Unternehmen möglich.
Kleinere mittelständische Unternehmen können diesen Weg nicht gehen. Hier blieb bisher nur die Variante Kundenaufträge, mit spezifischen Anforderungen, abzulehnen. Kaum berücksichtigt: Dies kann auch für den Auftraggeber ein Handicap werden, da ein nicht unwesentlicher Anteil hochinnovativer Entwicklungen und Patente in Deutschland gerade aus kleinen Unternehmen kommt.
Im Bereich von sehr spezifischen Softwarelösungen (FEM-Module, ausgewählte CSCW-Tools, usw.) erhalten diese Überlegungen durch den seltenen Einsatz dieser Tools (z.T. nur einmalig im gesamten PE-Projekt) einen noch höheren Stellenwert.
ASP heißt vor allem: Software and IT-skills on demand
Hier setzt der Gedanke des ASP (application service providing ) an. Software wird unter Zuhilfenahme verschiedener (Netzwerk-) Technologien zur Miete zur Verfügung gestellt. Dabei ist es heute möglich, dies ohne aufwendige Installationen auf den lokalen Anwendersystemen umzusetzen. Der überwiegende Teil der "Software auf Bedarf" ist über einen Standardbrowser bedienbar.
Moderne Systeme erfordern keine spezielle Anpassung der Firewall und können ohne Beauftragung von lokalen IT-Dienstleistern genutzt werden. Technische Probleme der Datensicherheit werden durch entsprechende Verschlüsselungsverfahren sinnvoll realisiert. Mit geringem Mehraufwand müssen selbst die Anwenderdaten nicht (mehr) zentral gehalten werden, um die Systeme ständig verfügbar zu haben.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil: Eigenes IT-Know-How muß nicht - wie derzeit immer noch erforderlich - entwickelt werden. Sie arbeiten immer mit der aktuellsten Softwareversion und haben Zugriff auf eine Vielzahl von verschiedenen Tools. Sie können Projektkosten genauer ermitteln, da nicht über pauschale Umlageverfahren Kosten auf die PE übertragen werden, sondern nur die tatsächlich entstehenden Kosten durch die Nutzung von ASP-Diensten.
Zusammengefasst
ASP-Dienste stehen für:
- kein Investitionsrisiko
- keine Softwarewartung / kein Releasemanagement
- keine Kosten für den Aufbau von IT-Struktur Know-How
- ständige Verfügbarkeit, jeden Tag, zu jeder Zeit, an jedem Ort weltweit
- Datensicherheit, Redundanz (wenn gewünscht)
- klare Kostenstruktur
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